5 Dinge die ich hier vermisse

10Feb2019

Jetzt haben wir schon Februar und die Hälfte meiner Zeit in Tansania ist schon fast um. So langsam lohnt es sich also Bilanz von meinen ersten sechs Monaten in Ostafrika zu ziehen.

Ich hatte vor meinem Freiwilligendienst befürchtet, dass mich Heimweh plagen könnte wenn man so lange von seinen Lieben getrennt ist. Meine Angst hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, dennoch gibt es Dinge die ich manchmal vermisse (abgesehen von meiner Familie und meinen Freunden natürlich ^.^)

Hier also meine Top 5 Dinge die ich hier vermisse:

 

1.Essen

So gut Mandazi, Chipsi Mayai und Reis mit Bohnen auch schmecken. Manchmal wäre europäische oder deutsche Küche schon schön. Vor allem Käse über die Nudeln, richtiges Brot und nicht nur Toast zum Frühstück. Wahrscheinlich ist es jammern auf hohem Niveau wenn ich mir manchmal Erdbeeren und Birnen statt Mangos und Passionsfrüchten wünsche.

 

 2.Arbeitsmoral

Anderer Kulturkreis andere Arten zu arbeiten. Aber grade die Motivation und Arbeitsgeschwindigkeit der Menschen macht mich manchmal ein bisschen verrückt. Alles läuft nach dem Prinzip „pole pole“ (langsam langsam). Das kann zwar recht entspannend sein, wenn man aber unter Zeitdruck steht oder Dinge einfach im Vorherein geklärt haben will zehrt das manchmal an den Nerven. Wahrscheinlich sind die Menschen hier von unserem „Gehetze“ auch genervt. Wenn wir in der Stationary etwas ausdrucken wollen räumt der Mitarbeiter schon bereitwillig seinen Platz und lässt uns an seinen PC weil er weiß dass uns seine Arbeitsgeschwindigkeit zu langsam ist.

 

 3.Temperatur

Zugegeben, Bagamoyo ist auch der schlechteste Ort den man sich aussuchen kann wenn man keine Hitze verträgt. Vielleicht wünsche ich mir auch deshalb manchmal auch ohne Sonnenschutz aus dem Haus gehen zu können. Oder 10°C weniger um Sport machen zu können. An das dauerhafte Schwitzen gewöhnt man sich zwar irgendwann trotzdem ist es jedes Mal erschreckend wenn man sich nach einem Spaziergang zum Markt so fühlt als wäre man gerade einen Marathon gerannt.

 

 4.Nicht beachtet zu werden

Wir fallen auf. Und das lassen uns die Leute auch spüren. Dabei ist es egal ob wir nur auf den Markt gehen, Bus fahren oder mit dem Fahrrad zum Kindergarten fahren. Alle paar Meter wird man angequatscht oder einem „Mzungu“ nachgerufen. Da wäre es manchmal schon angenehmer wenn man wie in deutschen Geschäften schon fast um die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter betteln muss und nicht von Marktverkäufern am Arm festgehalten wird.

 

 5.Sicherheit

Eine Sache die ich hier wirklich zu schätzen gelernt habe, ist das Gefühl von Sicherheit in Deutschland. Gerade dass ich mich praktisch zu jeder Tages- und Nachtzeit alleine, frei bewegen kann ohne Angst haben zu müssen ist ein hohes Gut. Sobald es hier dunkel wird sind wir vorsichtiger und wenn wir nur zu zweit unterwegs sind gehen wir weitere Strecken auch nicht mehr zu Fuß. Auch daran gewöhnt man sich recht schnell trotzdem wäre es manchmal vielleicht ganz angenehm wenn man nachdem wir abends weg waren nach Hause laufen könnte. Vor allem weil die Temperaturen gerade nachts deutlich erträglicher sind.

Nennenswert wäre vielleicht auch noch die Verkehrssicherheit die hier manchmal sehr zu wünschen übrig lässt...

 

Der Beitrag soll jetzt nicht zu negativ klingen.  Nächste Woche kommt dann das Gegenstück: Dinge die in Tansania besser sind als in Deutschland.